Johanneskirche in Ebermannsdorf
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Webdesign: K.Scheibel
Bilder und Texte der Restaurierung: copyright Fr. Dr. Blänsdorf Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierung, Technische Universität München
Ausbau des Altarbildes durch TUM, Lehrstuhl für Restaurierung und Weilhammer-Conservation am 21. und 22. September 2016
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Aufbau des Gerüsts, Bestandsaufnahme und Dokumentation
Detail mit verstaubter Oberfläche, starke Rissbildung und braunes, klebriges Material, das über das Gemälde gelaufen ist.
Der Spalt zwischen dem nach unten abgesacktem Gemälde und dem Stuckrahmen wurde mit aufgenagelten Papierstreifen überdeckt.
Die Sicherung erfolgt von oben nach unten. Das Japanpapier wird aufgelegt und der Celluloseleim auf das Papier aufgetragen. Er durchdringt das Papier. So wird die alte Malschicht beim Sichern geschont.
Details der alten Malschicht. Zum Teil schon abgedeckt.
Alle Bilder finden Sie in unserer
Fotogalerie Hier können Sie die komplette Dokumentation zum Abbau des Altarbildes laden.
(copyright Fr. Dr. Blänsdorf TU München)
Um 20:00 ist die Sicherung des Gemäldes fast abgeschlossen. Von oben beginnend wird der vergoldete Zierrahmen gesicht, ebenfalls mit Celluloseleim (in Ethanol) und Japanpapier.
21. September 2016
22. September 2016
Dokumentation des gesicherten Gemäldes
Nach Entfernung der Papierüberdeckung zeigte sich ein Spalt zwischen Rahmen und Gemälde - ca. 3cm breit. Das Gemälde ist ungefähr 4,5cm nach unten gesackt. Durch den Spalt kann man die Schrauben sehen, die das Gemälde halten.
Linkes, oberes Eck
Rechtes, oberes Eck
Das Gemälde war mit sechs großen  Schrauben an der Wand befestigt, von  denen aber zwei (rechts unten und Mitte)  später durch Nägel ersetzt wurden.  Zuerst müssen die Nägel entfernt werden:  Zuerst der untere Nagel.  Der Kopf wird angebohrt.
In das Loch wird eine Schraube eingedreht. An der wird ein Spanngurt befestigt. Mit diesem Spanngurt wird der Nagel herausgezogen.
Der Nagel ist 26cm lang.
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Nach dem zweiten Nagel werden die 4 Schrauben entfernt. Sie stammen aus der Entstehungszeit des Gemäldes. (ca. 1723 - 1724)
Die Gerüstböden werden soweit abgebaut, dass das Gemälde nach hinten gekippt werden kann. Das Gemälde wird von 6 Personen, auf dem Rücken liegend über das Gerüst getragen und vor dem Gerüst abgestellt.
Als erstes wird Seitenpapier auf die Oberfläche gelegt.
Die Patten werden mit Strechfolie gesichert.
Auf die Malschicht kommen mehrere Schichten von Polyesterwatte. Auf die Polyesterwatte werden Leichtschaumplatten gelegt.
An der Wand hinter dem Gemälde ist eine Skizze eines Mannes (in ockerfarbenen Pinselstrichen) zu erkennen und Entwürfe für die Dekorelemente des Stuckrahmens sowie die Mittelachse. (in grauen Strichen) Die 6 in der Rückwand eingesetzten Holzbalken dienen zur Befestigung des Gemäldes.
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Um 20:00 wurde das verpackte Gemälde in den LKW verladen.